Ist Jesus der Messias?





01/25/2021


Ist Jesus der Messias?

Jesus wird in Matthäus 1,16 Messias genannt. Tatsächlich verweist man jedes Mal, wenn jemand „Jesus Christus“ sagt auf den Messias, weil Christus „Messias“ oder „der Gesalbte“ heißt. Das Alte Testament sagt den Messias voraus und das Neue Testament offenbart den Messias als Jesus von Nazareth. 

Es gibt verschiedene Dinge, die vom jüdischen Volk vom erwarteten Messias erwartet wurden, basierend auf den Prophezeiungen des Alten Testaments. Der Messias würde ein hebräischer Mann sein (Jesaja 9,6), geboren in Bethlehem (Micha 5,2) von einer Jungfrau (Jesaja 7,14), ein Prophet ähnlich wie Moses (5.Mose 18,18), ein Priester in der Nachfolge von Melchisedek (Psalm 110,4). Ein König (Jesaja 11,1-4), der Sohn von David (Matthäus 22,42), der leiden musste bevor Er in seine Herrlichkeit geht (Jesaja 53). Jesus erfüllte all diese messianischen Voraussetzungen. 

Jesus erfüllte die Voraussetzung des Messias, dass Er als Hebräer vom Volk Judas abstammt (Lukas 3,30) und in Bethlehem geboren wurde (Lukas 2,4-7) von einer Jungfrau (Lukas 1,26-27).

Ein weiterer Beweis, dass Jesus der Messias war, ist die Tatsache, dass Er ein Prophet wie Moses war. Moses und Jesus waren beide Propheten „den der Herr erkannt hatte von Angesicht zu Angesicht“ (5.Mose 34,10, vgl. Johannes 8,38). Aber Jesus ist ein weit größerer Prophet als Moses; während Moses Israel aus der Sklaverei geführt hat, befreite Jesus von den Fesseln des Todes und der Sünde. Jesus hat Gott nicht nur, wie Moses, repräsentiert – Er ist Gott (Johannes 10,30). Jesus führt uns nicht nur ins gelobte Land; Er nimmt uns hoch in den Himmel für alle Ewigkeit (Johannes 14,1-3). Aufgrund dessen und aus vielen weiteren Gründen, ist Jesus ein weit größerer Prophet als Moses. 

Der Messias sollte priesterliche Verpflichtungen haben; Jesus war kein Levite und nur Leviten durften Priester sein. Also wie konnte sich Jesus dafür qualifizieren? Jesus ist ein Priester in der Nachfolge Melchisedek (1.Mose 14; Psalm 110,4; Hebräer 6,20). Melchisedek war vor dem jüdischen Tempel und sein Name bedeutet “König der Gerechtigkeit”. Melchisedek wurde „König von Salem” genannt, was “König des Friedens” heißt (Hebräer 7,2).Melchisedek segnete Abraham (der Geringere wird vom Höheren gesegnet, Hebräer 7,7) und Abraham gab Melchisedek den Zehnten (eine Kirchenspende). Somit ist Jesus in der Nachfolge von Melchisedek größer als Abraham (siehe Johannes 8,58) und als die Priesterschaft der Leviten. Er ist ein himmlischer Priester, der ein Opfer darbrachte, das Sünde permanent beseitigt, nicht nur zeitlich begrenzt bedeckt. 

Jesus muss König sein, um Messias sein zu können. Jesus war von Juda, dem königlichen Geschlecht. Als Jesus geboren wurde, kamen die Weisen aus dem Osten und suchten nach dem König der Juden (Matthäus 2,1-2). Jesus lehrte, dass Er eines Tages auf seinem herrlichen Thron sitzen wird (Matthäus 19,28; 25,31). Viele Leute in Israel sahen Jesus als ihren lange erwarteten König an und erwarteten von Ihm, dass Er sofort seine Herrschaft übernimmt (Lukas 19,11), obwohl das Königreich von Jesus derzeit nicht von dieser Welt ist (Johannes 18,36). Am Ende von Jesus Leben, während seiner Verurteilung vor Pilatus, hat sich Jesus nicht verteidigt, sondern antwortete nur bestätigend, als Pilatus ihn fragte, ob Er der König der Juden sei (Markus 15,2).

Jesus passt in noch einem weiteren Weg zur Beschreibung des Messias des Alten Testaments; Er war der leidende Diener aus Jesaja 53. Am Kreuz war Jesus der „Allerverachtetste und Unwerteste“ (Jesaja 53,3). Er wurde „verwundet“ (Vers 5) und „gemartert“ (Vers 7). Er starb mit Übeltätern (Vers 9; vgl. Markus 15,27; Matthäus 27,57-60). Nach seinem Leiden und Tod, ist Jesus, der Messias, auferstanden vom Tod (Jesaja 5,11; vgl. 1.Korinther 15,4) und verherrlicht (Jesaja 53,12). Jesaja 53 ist eine der klarsten Prophezeiungen, die Jesus als Messias identifiziert; das ist die Passage, die der Kämmerer aus Äthiopien gelesen hatte, als Philip ihn traf und ihm über Jesus erzählte (Apostelgeschichte 8,26-35).

Es gibt weitere Nachweise, die Jesus als Messias aufweisen. Jeder der Festtage des Herrn im Alten Testament nimmt Bezug auf Jesus und ist durch Jesus erfüllt. Als Jesus das erste Mal kam, war Er unser Passa Lamm (Johannes 1,29), unser ungesäuertes Brot (Johannes 6,35) und unsere ersten Früchte (Ernte) (1.Korinther 15,20). Der Geist Christus wurde an Pfingsten ausgegossen (Apostelgeschichte 2,1-4). Wenn Jesus, der Messias, zurückkehrt werden wir einen Rud des Erzengels und die Trompete von Gott hören. Es ist kein Zufall, dass das erste Herbstfest Jom Teruah, das Fest der Trompeten ist. Nachdem Jesus zurückkommt, wird Er die Erde richten. Das ist die Erfüllung des nächsten Herbstfests, Jom Kippur, der Tag der Sühne bzw. Versöhnungstag. Dann wird Jesus sein tausendjähriges Reich etablieren und vom Thron Davids für 1000 Jahre regieren; das wird das letzte Fest Sukkot oder das Laubhüttenfest besiegeln, wenn Gott in uns ist.  

Für diejenigen von uns, die an Jesus den Herrn und Erlöser glauben, scheint der Nachweis, dass Jesus der jüdische Messias ist, überwältigend zu sein. Warum kommt es dann, dass in der Regel Juden Jesus nicht als Messias anerkennen? Beide Jesaja und Jesus prophezeien eine spirituelle Blindheit über Israel, als Urteil für den Mangel ihres Glaubens (Jesaja 6,9-10; Matthäus 13,13-15). Die meisten Juden aus der Zeit von Jesus suchten nach einem politischen und kulturellen Erlöser, keinen Erlöser von Sünde. Sie wollten, dass Jesus sie aus der Unterdrückung von Rom befreit und Zion, als Hauptstadt der Welt, etabliert (Apostelgeschichte 1,6). Sie konnten nicht verstehen, wie der demütige und bescheidene Jesus das erreichen soll. 

Die Geschichte über Josef bietet eine interessante Parallele zum fehlenden jüdischen Messias. Josef wurde von seinen Brüdern als Sklave verkauft und nach vielen Höhen und Tiefen wurde er zum Minister von ganz Ägypten. Als eine Hungersnot über Ägypten und Israel kam, reisten Josefs Brüder nach Ägypten, um Lebensmittel zu holen und sie trafen Josef – erkannten ihn aber nicht. Sie standen vor ihrem eigenen Bruder und waren ihm gegenüber blind. Sie konnten Josef aus einem einzigen Grund nicht erkennen: er sah nicht so aus, wie sie erwartet hätten, dass er aussieht. Josef war wie ein Ägypter gekleidet; er sprach ägyptisch und lebte wie ein Ägypter. Der Gedanke, dass er vielleicht ihr lange verlorener Bruder sein könnte, kam ihnen gar nicht – Josef war immerhin ein hebräischer Hirte und kein ägyptischer VIP. In ähnlicher Weise haben die meisten jüdischen Leute Jesus nicht als Messias erkannt, was bis zum heutigen Tage so ist. Sie suchten nach einem irdischen König, keinem Herrscher eines spirituellen Königreichs. (Viele Rabbis interpretieren den Leidenden Diener von Jesaja 53 als das jüdische Volk, die durch die Welt gelitten haben). Ihre Blindheit war so groß, dass egal wie viele Wunder vollbracht wurden, keinen Unterschied gemacht hätten (Matthäus 11,20).

Trotzdem gab es viele in der Zeit von Jesus, die die Wahrheit über Ihn gesehen haben. In Bethlehem sahen die Hirten (Lukas 2,16-17). Simeon sah Ihn im Tempel (Vers 34). Anna sah und “und redete von ihm zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten.“ (Vers 38). Petrus und die anderen Jünger sahen (Matthäus 16,16). Mögen viele mehr erkennen, dass Jesus der Messias ist, der Eine, der das Gesetz und die Propheten des Alten Testaments erfüllt (Matthäus 5,17).




Wird der Heilige Geist einen Gläubigen jemals verlassen?

Einfach ausgedrückt, nein, der Heilige Geist wird nie einen echten Gläubigen verlassen. Das wird in mehreren Textstellen im Neuen Testament gezeigt. Zum Beispiel sagt Römer 8,9 uns: „…Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein.” Dieser Vers verkündet sehr klar, dass wenn jemand die innewohnende Anwesenheit des Heiligen Geistes nicht genießt, so ist diese Person nicht erlöst. Würde also der Heilige Geist einen Gläubigen verlassen, würde diese Person die erlösende Beziehung mit Christus verlieren. Doch widerspricht das dem, was die Bibel über die ewige Sicherheit der Christen lehrt. Ein anderer Vers, der über die Beständigkeit der innewohnenden Anwesenheit des Heiligen Geistes im Leben eines Gläubigen spricht, ist Johannes 14,16. Hier erklärt Jesus, dass der Vater einen anderen Tröster geben wird, „dass er bei euch sei in Ewigkeit.” 

Die Tatsache, dass der Heilige Geist einen Gläubigen nie verlassen wird, sieht man auch in Epheser 1,13-14, wo es gesagt wird, dass die Gläubigen mit dem Heiligen Geist „versiegelt” sind, „welcher ist das Unterpfand unsres Erbes, zu unsrer Erlösung, dass wir sein Eigentum würden zum Lob seiner Herrlichkeit.” Das Bild davon, mit dem Heiligen Geist versiegelt zu sein, spricht von Eigentum und Besitz. Gott hat allen, die an Christus glauben, das ewige Leben versprochen, und als Garantie dafür, dass er sein Versprechen halten wird, hat er den Heiligen Geist gesandt, damit er den Gläubigen bis zum Tage der Erlösung innewohnt. Genauso wie man eine Anzahlung für ein Auto oder ein Haus leistet, so hat Gott allen Gläubigen eine Anzahlung für ihre zukünftige Beziehung mit ihm geleistet, indem er den Heiligen Geist gesandt hat, ihnen innezuwohnen. Die Tatsache, dass alle Gläubigen mit dem Geist versiegelt sind, findet sich auch in 2. Korinther 1,22 und Epheser 4,30. 

Vor dem Tod, der Auferstehung und der Himmelfahrt Christi hat der Heilige Geist eine „Kommen und Gehen” Beziehung mit den Menschen gehabt. Der Heilige Geist bewohnte König Saul, aber dann verließ er ihn (1. Samuel 16,14). Stattdessen kam der Geist über David (1. Samuel 16,13). Nach seinem Ehebruch mit Batseba hatte David Angst, dass der Heilige Geist ihm weggenommen wird (Psalm 51,11). Der Heilige Geist erfüllte Bezalel, um ihm zu erlauben, das, was für den Tabernakel benötigt war, zu fertigen (Exodus 31,2-5), aber das wird nicht als eine dauerhafte Beziehung beschrieben. Das alles änderte sich nach Christi Himmelfahrt. Der Heilige Geist fing am Pfingsten an, den Gläubigen dauerhaft innezuwohnen (Apostelgeschichte 2). Das permanente Innewohnen des Heiligen Geistes ist das Erfüllen vom Versprechen Gottes, immer mit uns zu sein und uns nie aufzugeben. 

Der Heilige Geist wird einen Gläubigen nie verlassen, aber es ist jedoch möglich, dass unsere Sünde „den Geist auslöscht” (1. Thessalonicher 5,19) oder den Heiligen Geist „betrübt” (Epheser 4,30). Die Sünde hat immer Auswirkungen auf unsere Beziehung mit Gott. Unsere Beziehung mit Gott ist sicher in Christus, aber die nicht gestandene Sünde in unserem Leben kann unsere Gemeinschaft mit Gott verhindern und tatsächlich das Wirken des Heiligen Geistes in unserem Leben unterdrücken. Deswegen ist es so wichtig, unsere Sünden zu gestehen, da Gott „treu und gerecht“ ist, „dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.” (1. Johannes 1,9). Auch wenn der Heilige Geist uns nie aufgeben wird, so können der Nutzen und die Freude an seiner Anwesenheit uns tatsächlich verlassen. 



01/26/21

Was ist die Frucht des Heiligen Geistes?

Galater 5,22-23 sagt uns: „Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit”. Die Frucht des Heiligen Geistes ist das Ergebnis von der Anwesenheit des Heiligen Geistes im Leben eines Christen. Die Bibel sagt es deutlich, dass jeder den Heiligen Geist im Augenblick, wenn er oder sie an Jesus Christus zu glauben anfängt, erhält (Römer 8,9; 1. Korinther 12,13; Epheser 1,13-14). Einer der wichtigsten Zwecke des Kommens vom Heiligen Geist im Leben eines Christen ist, sein Leben zu ändern. Die Aufgabe des Heiligen Geistes ist, uns mit dem Bild Christi zu vereinbaren, wobei der Geist uns ihm ähnlicher macht. 

Die Frucht des Heiligen Geistes steht in direktem Gegensatz zu den Handlungen der sündenhaften Natur in Galater 5,19-21: „Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Saufen, Fressen und dergleichen. Davon habe ich euch vorausgesagt und sage noch einmal voraus: Die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben.” Dieser Absatz beschreibt alle Leute, in unterschiedlichem Maße, wenn sie Christus nicht kennen und daher nicht unter der Wirkung des Heiligen Geistes sind. Unser sündhaftes Fleisch bringt bestimmte Fruchtarten hervor, in denen sich unsere Natur spiegelt, und der Heilige Geist bringt Fruchtarten hervor, in denen sich seine Natur spiegelt. 

Das Leben eines Christen ist ein Kampf des sündhaften Fleisches gegen die neue Natur, die vom Christus gegeben wird (2. Korinther 5,17). Als gefallene Menschen sind wir immer noch in einem Körper gefangen, der sich nach sündhaften Dingen strebt (Römer 7,14-25). Als Christen haben wir den Heiligen Geist, der seine Frucht in uns hervorbringt, und wir haben die Macht des Heiligen Geistes, durch welche wir die Handlungen der sündhaften Natur überwinden können (2. Korinther 5,17; Philipper 4,13). Ein Christ wird nie vollkommen siegreich bei einer steten Demonstration der Früchte des Heiligen Geistes sein. Einer der wichtigsten Zwecke des Lebens eines Christen ist jedoch, dem Heiligen Geist progressiv zu erlauben, mehr und mehr von seiner Frucht in unserem Leben hervorzubringen – und dem Heiligen Geist zu erlauben, dass die sich dagegen widersetzenden sündigen Begierden überwunden werden. Die Frucht des Geistes ist das, was Gott will, dass unser Leben zeigen soll; mit der Hilfe des Heiligen Geistes ist das möglich! 


01/22/2021


Wird der Heilige Geist einen Gläubigen jemals verlassen?

Einfach ausgedrückt, nein, der Heilige Geist wird nie einen echten Gläubigen verlassen. Das wird in mehreren Textstellen im Neuen Testament gezeigt. Zum Beispiel sagt Römer 8,9 uns: „…Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein.” Dieser Vers verkündet sehr klar, dass wenn jemand die innewohnende Anwesenheit des Heiligen Geistes nicht genießt, so ist diese Person nicht erlöst. Würde also der Heilige Geist einen Gläubigen verlassen, würde diese Person die erlösende Beziehung mit Christus verlieren. Doch widerspricht das dem, was die Bibel über die ewige Sicherheit der Christen lehrt. Ein anderer Vers, der über die Beständigkeit der innewohnenden Anwesenheit des Heiligen Geistes im Leben eines Gläubigen spricht, ist Johannes 14,16. Hier erklärt Jesus, dass der Vater einen anderen Tröster geben wird, „dass er bei euch sei in Ewigkeit.” 

Die Tatsache, dass der Heilige Geist einen Gläubigen nie verlassen wird, sieht man auch in Epheser 1,13-14, wo es gesagt wird, dass die Gläubigen mit dem Heiligen Geist „versiegelt” sind, „welcher ist das Unterpfand unsres Erbes, zu unsrer Erlösung, dass wir sein Eigentum würden zum Lob seiner Herrlichkeit.” Das Bild davon, mit dem Heiligen Geist versiegelt zu sein, spricht von Eigentum und Besitz. Gott hat allen, die an Christus glauben, das ewige Leben versprochen, und als Garantie dafür, dass er sein Versprechen halten wird, hat er den Heiligen Geist gesandt, damit er den Gläubigen bis zum Tage der Erlösung innewohnt. Genauso wie man eine Anzahlung für ein Auto oder ein Haus leistet, so hat Gott allen Gläubigen eine Anzahlung für ihre zukünftige Beziehung mit ihm geleistet, indem er den Heiligen Geist gesandt hat, ihnen innezuwohnen. Die Tatsache, dass alle Gläubigen mit dem Geist versiegelt sind, findet sich auch in 2. Korinther 1,22 und Epheser 4,30. 

Vor dem Tod, der Auferstehung und der Himmelfahrt Christi hat der Heilige Geist eine „Kommen und Gehen” Beziehung mit den Menschen gehabt. Der Heilige Geist bewohnte König Saul, aber dann verließ er ihn (1. Samuel 16,14). Stattdessen kam der Geist über David (1. Samuel 16,13). Nach seinem Ehebruch mit Batseba hatte David Angst, dass der Heilige Geist ihm weggenommen wird (Psalm 51,11). Der Heilige Geist erfüllte Bezalel, um ihm zu erlauben, das, was für den Tabernakel benötigt war, zu fertigen (Exodus 31,2-5), aber das wird nicht als eine dauerhafte Beziehung beschrieben. Das alles änderte sich nach Christi Himmelfahrt. Der Heilige Geist fing am Pfingsten an, den Gläubigen dauerhaft innezuwohnen (Apostelgeschichte 2). Das permanente Innewohnen des Heiligen Geistes ist das Erfüllen vom Versprechen Gottes, immer mit uns zu sein und uns nie aufzugeben. 

Der Heilige Geist wird einen Gläubigen nie verlassen, aber es ist jedoch möglich, dass unsere Sünde „den Geist auslöscht” (1. Thessalonicher 5,19) oder den Heiligen Geist „betrübt” (Epheser 4,30). Die Sünde hat immer Auswirkungen auf unsere Beziehung mit Gott. Unsere Beziehung mit Gott ist sicher in Christus, aber die nicht gestandene Sünde in unserem Leben kann unsere Gemeinschaft mit Gott verhindern und tatsächlich das Wirken des Heiligen Geistes in unserem Leben unterdrücken. Deswegen ist es so wichtig, unsere Sünden zu gestehen, da Gott „treu und gerecht“ ist, „dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.” (1. Johannes 1,9). Auch wenn der Heilige Geist uns nie aufgeben wird, so können der Nutzen und die Freude an seiner Anwesenheit uns tatsächlich verlassen. 



Wer ist der Heilige Geist?

Es gibt viele irrtümliche Vorstellungen über die Identität des Heiligen Geistes. Einige Menschen sehen den Heiligen Geist als eine mystische Kraft. Andere verstehen den Heiligen Geist als die personifizierte Macht, die Gott den Nachfolgern Christi zur Verfügung stellt. Was sagt die Bibel über die Identität des Heiligen Geistes? Einfach ausgedrückt sagt die Bibel, dass der Heilige Geist Gott ist. Weiterhin sagt uns die Bibel, dass der Heilige Geist eine Person ist, ein Wesen mit Verstand, Gefühlen und einem Willen.

Die Tatsache, dass der Heilige Geist Gott ist, sieht man an vielen Schriftstellen wie zum Beispiel Apostelgeschichte 5,3-4. In diesem Vers konfrontiert Petrus Hananias mit der Frage, warum er den Heiligen Geist belogen habe, und sagt zu ihm: “Du hast nicht Menschen, sondern Gott belogen.” Dies ist eine klare Aussage, dass den Heiligen Geist zu belügen, Gott belügen ist. Ausserdem können wir wissen, dass der Heilige Geist Gott ist, weil Er die Eigenschaften Gottes besitzt. Die Allgegenwart des Heiligen Geistes zum Beispiel, sehen wir in Psalm 139,7-8: ”Wohin soll ich gehen vor deinem Geist, und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht? Führe ich gen Himmel, so bist du da; bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da.” In 1.Korinther 2,10 sehen wir das Merkmal der Allwissenheit des Heiligen Geistes. “Uns aber hat es Gott offenbart durch seinen Geist; denn der Geist erforscht alle Dinge, auch die Tiefen der Gottheit. Denn welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, als allein der Geist des Menschen, der in ihm ist? So weiß auch niemand, was in Gott ist, als allein der Geist Gottes.”

Wir können wissen, dass der Heilige Geist tatsächlich eine Person ist, denn Er besitzt Verstand, Gefühle und einen Willen. Der Heilige Geist denkt und weiß (1.Korinther 2,10). Der Heilige Geist kann betrübt werden (Epheser 4,30). Er vermittelt für uns (Römer 8,26-27). Der Heilige Geist trifft Entscheidungen nach Seinem Willen (1.Korinther 12,7-11). Der Heilige Geist ist Gott, die dritte Person der Dreieinigkeit. Als Gott kann der Heilige Geist wahrlich als Tröster und Berater fungieren, wie Jesus es verheissen hat (Johannes 14,16.26; 15,26).



Welche Rolle spielte der Heilige Geist im Alten Testament?


Die Rolle des Heiligen Geistes im Alten Testament der Rolle im Neuen Testament sehr ähnlich. Wenn wir von der Rolle des Heiligen Geistes sprechen, können wir vier allgemeine Bereiche unterscheiden, in denen der Heilige Geist wirkt: 1) Regeneration, 2) Innewohnen (oder Erfüllung), 3) Mäßigung und 4) Befähigung zum Dienst. Beweise für diese Bereiche des Wirkens des Heiligen Geistes sind im Alten Testament ebenso gegenwärtig wie im Neuen Testament. 

Der erste Bereich des Wirkens des Geistes ist im Prozess der Regeneration zu finden. Ein weiteres Wort für Regeneration ist „Wiedergeburt“, von der wir das Konzept ableiten können, „wiedergeboren“ zu werden. Den klassischen Beweis dafür findet man im Johannes-Evangelium: „Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen“ (Johannes 3,3). Dies wirft die Frage auf: Was hat das mit dem Werk des Heiligen Geistes im Alten Testament zu tun? Später in seinem Gespräch mit Nikodemus hat Jesus ihm das zu sagen: „Du bist Israels Lehrer und weißt das nicht?" (Johannes 3,10). Der Punkt, auf den Jesus hingewiesen hat, ist der, dass Nikodemus die Wahrheit hätte erkennen sollen, dass der Heilige Geist die Quelle des neuen Lebens ist, weil es im Alten Testament offenbart wird. Zum Beispiel sagte Moses den Israeliten vor dem Betreten des verheißenen Landes: „Und der HERR, dein Gott, wird dein Herz beschneiden und das Herz deiner Nachkommen, damit du den HERRN, deinen Gott, liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, auf dass du am Leben bleibst“ (5. Mose 30,6). Diese Beschneidung des Herzens ist das Werk des Geistes Gottes und kann nur durch ihn vollbracht werden. Wir sehen auch das Thema der Regeneration in Hesekiel 11,19-20 und Hesekiel 36,26-29. 

Die Frucht des regenerierenden Wirkens des Geistes ist der Glaube (Epheser 2,8). Jetzt wissen wir, dass es im Alten Testament Männer des Glaubens gab, denn Hebräer 11 nennt viele von ihnen. Wenn der Glaube durch die regenerierende Kraft des Heiligen Geistes hervorgebracht wird, dann muss dies bei den alttestamentlichen Heiligen der Fall sein, die zum Kreuz blickten und glaubten, dass das, was Gott in Bezug auf ihre Erlösung versprochen hatte, geschehen würde. Sie haben „die Verheißungen ...von ferne gesehen und gegrüßt“ (Hebräer 11,13) und akzeptierten im Glauben, dass Gott das, was er verheißen hatte, auch verwirklichen würde. 

Der zweite Aspekt des Wirkens des Geistes im Alten Testament ist das Innewohnen oder die Erfüllung. Hier zeigt sich der wesentliche Unterschied zwischen den Rollen des Geistes im Alten und Neuen Testament. Das Neue Testament lehrt die ständige Innewohnung des Heiligen Geistes in den Gläubigen (1. Korinther 3,16-17; 6,19-20). Wenn wir unseren Glauben in Christus auf Erlösung setzen, wird der Heilige Geist in uns leben. Der Apostel Paulus nennt dieses ständige Innewohnen das „Unterpfand unseres Erbes“ (Epheser 1,13-14). Im Gegensatz zu diesem Wirken im Neuen Testament war die Innewohnung im Alten Testament selektiv und temporär. Der Geist „kam auf“ oder „geriet über“ solche alttestamentlichen Menschen wie Josua (4. Mose 27,18), David (1. Samuel 16,12-13) und sogar Saul (1. Samuel 10,10). Im Buch Richter sehen wir, wie der Geist auf die verschiedenen Richter „trifft“, die Gott auferweckt hat, um Israel von ihren Unterdrückern zu befreien. Der Heilige Geist ist für bestimmte Aufgaben über diese Personen gekommen. Dieses Innewohnen war ein Zeichen der Gunst Gottes für dieses Individuum (im Falle Davids), und wenn die Gunst Gottes ein Individuum verließ, würde der Geist von ihm weichen (z. B. in Sauls Fall in 1. Samuel 16,14). Schließlich zeigt der Geist, der über ein Individuum „kommt“, nicht immer den geistigen Zustand dieser Person an (z. B. Saul, Samson und viele der Richter). Während also im Neuen Testament der Geist nur die Gläubigen bewohnt und dieses Innewohnen dauerhaft ist, ist der Geist für eine bestimmte Aufgabe über bestimmte alttestamentliche Personen gekommen, unabhängig von ihrem geistigen Zustand. Sobald die Aufgabe erfüllt war, ist der Geist vermutlich von dieser Person gewichen. 

Der dritte Aspekt des Wirkens des Geistes im Alten Testament ist seine Mäßigung von Sünde. 1. Mose 6,3 scheint darauf hinzudeuten, dass der Heilige Geist die Sündhaftigkeit des Menschen zurückhält, und dass diese Zurückhaltung zurückgenommen werden kann, wenn Gottes Geduld mit der Sünde „überkocht“. Dieser Gedanke findet sich in 2. Thessalonicher 2,3-8 wieder, wenn in der Endzeit ein wachsender Glaubensabfall das Kommen des Gerichts Gottes signalisieren wird. Bis zu der vorherbestimmten Zeit, in der der „Sohn des Verderbens“ (Vers 3) offenbart wird, hält der Heilige Geist die Macht des Satans zurück und wird sie nur dann freisetzen, wenn es seinen Zwecken dient. 

Der vierte Aspekt des Wirkens des Geistes im Alten Testament ist das Befähigen zum Dienst. Ähnlich der Art und Weise, wie die geistlichen Gaben im Neuen Testament wirken, so würde der Geist bestimmten Personen die Begabung für den Dienst schenken. Betrachten wir das Beispiel von Bezalel in 2. Mose 31,2-5, der begabt war, einen Großteil der Kunstwerke im Zusammenhang mit der Stiftshütte zu machen. Darüber hinaus sehen wir unter Hinweis auf die oben besprochene selektive und vorübergehende Innewohnung des Heiligen Geistes, dass diese Personen begabt waren, bestimmte Aufgaben zu erfüllen, wie z. B. die Herrschaft über das Volk Israel (z. B. Saul und David). 

Wir könnten auch die Rolle des Geistes in der Schöpfung erwähnen. 1. Mose 1,2 spricht davon, dass der Geist „über dem Wasser schwebt“ und das Schöpfungswerk leitet. In ähnlicher Weise ist der Geist für das Werk der neuen Kreatur verantwortlich (2. Korinther 5,17), da er die Menschen durch Regeneration in das Reich Gottes bringt. 

Alles in allem erfüllt der Geist in alttestamentlichen Zeiten viele der gleichen Funktionen wie in der heutigen Zeit. Der Hauptunterschied ist die ständige Innewohnung des Geistes in den Gläubigen jetzt. Wie Jesus über diese Veränderung im Dienst des Geistes sagte: „Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein“ (Johannes 14,17). 



Was sind heilige Christen gemäß der Bibel?

Das Wort Heiliger stammt vom griechischen Wort „hagios“ ab, was soviel wie „gottgeweiht, heilig, sakral, fromm“ bedeutet. Es wird meistens in der Mehrzahl benutzt, „Heilige“. „...Herr, ich habe von vielen über diesen Mann gehört, wie viel Böses er deinen Heiligen in Jerusalem getan hat“ (Apostelgeschichte 9:13). „Es geschah aber, als Petrus, indem er überall hindurchzog, auch zu den Heiligen hinabkam, die zu Lydda wohnten“ (Apostelgeschichte 9:32). „...was ich auch in Jerusalem getan habe; und viele der Heiligen habe ich in Gefängnisse eingeschlossen...“ (Apostelgeschichte 26:10). Es gibt nur einen Fall, wo das Wort in der Einzahl benutzt wird, „ Grüßt jeden Heiligen in Christus Jesus!“ (Philipper 4:21). In der Schrift wird das Wort „Heilige“ in der Mehrzahl 67 mal benutzt, wo hingegen die Einzahl nur einmal gebraucht wird. Aber sogar in diesem einen Fall ist die Mehrzahl der Heiligen in Sicht „...jeden Heiligen...“ (Philipper 4:21).

Der Gedanke des Wortes „Heilige“ ist eine Gruppe von Menschen die für den Herrn und Sein Königreich ausgezeichnet sind. Es gibt drei Referenzen, die vom frommen Charakter eines Heiligen berichten; „...damit ihr sie im Herrn aufnehmt, der Heiligen würdig...“ (Römer 16:2). „...zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi...“ (Epheser 4:12). „Unzucht aber und alle Unreinheit oder Habsucht sollen nicht einmal unter euch genannt werden, wie es Heiligen geziemt...“ (Epheser 5:3). 

Deshalb sind, biblisch gesprochen, die „Heiligen“ der Leib Christi, Christen, die Gemeinde. Alle Christen werden als Heilige angesehen. Alle Christen sind Heilige...und gleichzeitig dazu berufen, geheiligt zu sein. Im 1. Korintherbrief 1:2 wird es klar ausgedrückt, „ ..an die Gemeinde Gottes, die in Korinth ist, den Geheiligten in Christus Jesus, den berufenen Heiligen...“ Die Wörter „geheiligt“ und „heilig“ kommen vom selben griechischen Stammwort wie das Wort, das üblicherweise als „Heilige“ übersetzt wird. Christen sind Heilige kraft ihrer Verbindung mit Jesus Christus. Christen sollen heilig sein, und in zunehmendem Maße ihrem täglichen Leben ihre Position in Christus anpassen. Dies ist die biblische Beschreibung und Berufung der Heiligen.

Wie vergleicht sich die römisch-katholische Auffassung des Begriffs „Heilige“ mit der biblischen Lehre? Nicht sehr gut. In der römisch-katholischen Theologie sind die Heiligen im Himmel. In der Bibel sind die Heiligen auf der Erde. In der römisch-katholischen Lehre wird eine Person nicht heilig, bis sie vom Papst oder einem renommiertem Bischof „seliggesprochen“ oder „heiliggesprochen“ wird. In der Bibel ist jeder ein Heiliger, der Jesus Christus im Glauben angenommen hat. In der römisch-katholischen Praxis werden Heilige geehrt, angebetet, und in einigen Fällen verehrt. In der Bibel werden die Heiligen dazu berufen, nur Gott allein zu ehren, verehren und nur zu Ihm zu beten. 



01/17/21


Was ist Wahrheit?

ANTWORT


Vor fast 2000 Jahren stand die Wahrheit auf dem Prüfstand und wurde von Menschen beurteilt, die sich der Lüge hingaben. Tatsächlich wurde die Wahrheit sechs Verhandlungen in weniger als einem Tag unterzogen, drei von ihr waren religiös und drei waren legaler Natur. Am Ende konnten wenige Beteiligte auf die Frage „Was ist Wahrheit?“ eine Antwort geben. 

Nach ihrer Verhaftung wurde die Wahrheit zuerst zu einem Mann namens Hannas geführt, einem korrupten früheren Hohepriester der Juden. Hannas brach mehrere jüdische Gesetze während der Verhandlung, inklusive der Abhaltung der Verhandlung in seinem Haus, dem Versuch, den Angeklagten zur Selbstanklage zu bewegen und dem Schlagen des Angeklagten, der zu dieser Zeit noch keines Deliktes überführt war. Nach Hannas wurde die Wahrheit zum führenden Hohepriester Kaiphas gebracht, der Hannas Schwiegersohn war. Vor Kaiphas und dem Sanhedrin (Hoher Rat) der Juden traten viele falsche Zeugen auf, die gegen die Wahrheit sprachen; dennoch konnte nichts bewiesen werden und kein Nachweis für einen Gesetzesübertritt gefunden werden. Kaiphas brach nicht weniger als sieben Gesetze während seines Versuchs, die Wahrheit anzuklagen: (1) die Verhandlung wurde heimlich abgehalten; (2) sie fand in der Nacht statt; (3) sie beinhaltete Bestechung; (4) der Angeklagte hatte niemanden, der seine Verteidigung repräsentierte; (5) die Vorgabe von 2-3 Zeugen konnte nicht erfüllt werden; (6) sie verwendeten Selbstanklage gegen den Beschuldigten; (7) sie vollzogen am gleichen Tag die Todesstrafe. All dies war unter dem jüdischen Gesetz verboten. Dessen ungeachtet erklärte Kaiphas die Wahrheit für schuldig, weil die Wahrheit behauptete, Gott im Fleisch zu sein; etwas was Kaiphas als Blasphemie bezeichnete. 

Am Morgen fand die dritte Verhandlung der Wahrheit statt, mit dem Resultat, dass der jüdische Sanhedrin die Wahrheit zum Tode verurteilte. Allerdings hatte der jüdische Rat kein legales Recht die Todesstrafe auszuüben, daher waren sie gezwungen, die Wahrheit zum damaligen römischen Statthalter zu bringen, einem Mann namens Pontius Pilatus. Pilatus war von Tiberius zum fünften Statthalter von Judäa ernannt worden und diente in der Funktion von 26 bis 36 n.Chr. Er hatte Macht über Leben und Tod und konnte Todesurteile des Sanhedrin aufheben. Als die Wahrheit vor Pilatus stand, wurden weitere Lügen vorgebracht. Seine Feinde sagten: „Wir haben gefunden, dass dieser unser Volk aufhetzt und verbietet, dem Kaiser Steuern zu geben, und spricht, er sei Christus, ein König.“ (Lukas 23,2). Das war aber eine Lüge, weil die Wahrheit jedem gesagt hatte, dass er seine Steuern zahlen müsse (Matthäus 22,21) und nie von sich selbst als Herausforderer von Cäsar sprach. 

Danach folgte eine sehr interessante Konversation zwischen der Wahrheit und Pilatus: „Da ging Pilatus wieder hinein ins Prätorium und rief Jesus und sprach zu ihm: Bist du der Juden König? Jesus antwortete: Sagst du das von dir aus, oder haben dir's andere über mich gesagt? Pilatus antwortete: Bin ich ein Jude? Dein Volk und die Hohenpriester haben dich mir überantwortet. Was hast du getan? Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden darum kämpfen, dass ich den Juden nicht überantwortet würde; aber nun ist mein Reich nicht von hier. Da sprach Pilatus zu ihm: So bist du dennoch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es: Ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeuge. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme. Spricht Pilatus zu ihm: Was ist Wahrheit?“ (Johannes 18,33-38). 

Die Frage von Pilatus, „Was ist Wahrheit?“, schallt durch die gesamte Geschichte hinweg. War es ein melancholischer Wunsch zu wissen, was niemand ihm sagen konnte, ein zynische Beleidigung oder vielleicht eine irritierte und gleichgültige Reaktion auf Jesu Worte? 

In einer postmodernen Welt, die verleugnet, dass es Wahrheit gekannt werden kann, ist diese Frage heute mehr denn je von Bedeutung. Was ist Wahrheit?

Ein Vorschlag für eine Definition von Wahrheit

Wenn wir die Wahrheit definieren, ist es hilfreich festzuhalten, was Wahrheit nicht ist: 

• Wahrheit ist nicht einfach etwas, das funktioniert. Dies ist die Philosophie des Pragmatismus – ein Mittel-versus-Ergebnis-Ansatz. In Wirklichkeit können auch Lügen so aussehen, als ob sie funktionieren, aber sie sind dennoch Lügen und keine Wahrheit. 

• Wahrheit ist nicht einfach das, was stimmig und verständlich ist. Eine Gruppe von Leuten kann sich zu einem Komplott zusammenschließen, der auf Unwahrheit basiert. Alle kommen überein, die gleiche falsche Geschichte zu erzählen, aber das macht ihr Vorhandensein deshalb nicht wahr. 

• Wahrheit ist nicht, was die Menschen gut fühlen lässt. Leider können schlechte Nachrichten die Wahrheit sein. 

• Wahrheit ist nicht das, von dem die Mehrheit sagt, dass es wahr ist. 51 % einer Gruppe können falsch schlussfolgern. 

• Wahrheit ist nicht das, was umfassend ist. Eine lange, detaillierte Präsentation kann trotzdem zu einer falschen Schlussfolgerung führen. 

• Wahrheit ist nicht definiert durch das, was beabsichtigt wird. Gute Absichten können dennoch falsch sein. 

• Wahrheit ist nicht, wie wir etwas wissen; Wahrheit ist, was wir wissen. 

• Wahrheit ist nicht einfach das, was geglaubt wird. Eine geglaubte Lüge ist dennoch eine Lüge. 

• Wahrheit ist nicht das, was öffentlich bewiesen ist. Eine Wahrheit kann geheim/persönlich bekannt sein (z.B. der Ort eines vergrabenen Schatzes). 

Das griechische Wort für „Wahrheit” ist alētheia, was wörtlich „aufdecken“ oder „nichts versteckend“ bedeutet. Es vermittelt den Gedanken, dass Wahrheit immer da, immer offen und für alle sichtbar verfügbar ist, mit nichts Verstecktem oder Schleierhaftem. Das hebräische Wort für „Wahrheit“ ist emeth und bedeutet „Bestimmtheit“, „Konsistenz“ und „Dauerhaftigkeit“. Diese Definition impliziert im Wesen etwas Ewiges, auf das man sich verlassen kann. 

Aus der philosophischen Perspektive gibt es drei einfache Wege zur Definition der Wahrheit: 

1. Wahrheit ist, was mit der Realität übereinstimmt. 

2. Wahrheit ist, was zu ihrem Ziel passt. 

3. Wahrheit ist, einfach zu sagen wie es ist. 

Erstens: Wahrheit ist, was mit der Realität übereinstimmt oder „was ist“. Sie ist echt. Wahrheit ist auch in ihrer Natur übereinstimmend. Anders gesagt, sie passt zu ihrem Ziel und ist ihrem Fürsprecher bekannt. Z.B. steht ein Lehrer seiner Klasse gegenüber und sagt: „Der einzige Ausgang aus diesem Zimmer ist rechts.“ Für die Klasse, die ihrem Lehrer gegenüber sitzt, ist der Ausgang aber links, aber es ist die absolut wahr, dass die Tür für den Lehrer rechts ist. 

Die Wahrheit passt auch zu ihrem Ziel. Es mag absolut wahr sein, dass eine bestimmte Person soundso viele Milligramm einer bestimmten Medizin benötigt, aber eine andere Person benötigt vielleicht mehr oder weniger derselben Medizin, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Das ist keine relative Wahrheit, sondern nur ein Beispiel, wie die Wahrheit sich ihrem Sinn bzw. Ziel anpasst. Es wäre falsch (und potenziell gefährlich) von einem Patienten, vom Arzt eine ungeeignete Dosis eines bestimmten Medikaments zu verlangen oder zu sagen, dass jede Medizin für diese Krankheit gut ist. 

Kurz gesagt - Die Wahrheit sagt einfach, wie es ist; es ist so, wie die Dinge wirklich sind und jede andere Sichtweise ist falsch. Ein fundamentales Prinzip der Philosophie ist die Unterscheidung zwischen Wahrheit und Fehler, oder wie Thomas Aquinas bemerkte: „Es ist die Aufgabe eines Philosophen Unterscheidungen zu machen.” 

Herausforderungen der Wahrheit

Aquinas‘ Worte sind heute nicht sehr populär. Unterscheidungen zu machen scheint aus der Mode gekommen zu sein in unserer postmodernen Ära des Relativismus. Es ist akzeptabel zu sagen „Dieses ist wahr“, solange es nicht mit „und deshalb ist jenes falsch.“ ergänzt wird. Dies kann man besonders im Glauben und der Religion beobachten, wo jedes Glaubenssystem gleichgestellt werden soll, was die Wahrheit angeht. 

Es gibt eine Anzahl von Philosophien und Weltanschauungen, die das Konzept der Wahrheit herausfordern, aber wenn jede kritisch überprüft wird, stellt sich heraus, dass sie sich in ihrer Argumentation selbst aufheben. 

Die Philosophie des Relativismus sagt, dass alle Wahrheit relativ ist und es keine absolute Wahrheit gibt. Aber man muss sich fragen: Ist diese Behauptung „alle Wahrheit ist relativ“ eine relative Wahrheit oder eine absolute? Wenn es eine relative Wahrheit ist, dann ist sie wirklich bedeutungslos; woher wüssten wir, wann und wo sie anwendbar wäre? Wenn sie die absolute Wahrheit ist, dann existiert absolute Wahrheit. Darüber hinaus betrügt sich der Relativist selbst, wenn er sagt, dass die Position der Absolutheit falsch ist – warum können diejenigen, die sagen, dass absolute Wahrheit existiert, nicht auch Recht haben? Wenn ein Relativist sagt „Es gibt keine Wahrheit“, bittet er dich im Grunde, ihm nicht zu glauben und es wäre das Beste, seinem Rat zu folgen. 

Diejenigen, die der Philosophie der Skepsis folgen, zweifeln alle Wahrheit einfach an. Aber ist der Skeptische gegenüber der Skepsis skeptisch; zweifelt er seine eigene behauptete Wahrheit auch an? Wenn ja, warum dann der Skepsis Aufmerksamkeit schenken? Wenn nein, dann dürfen wir uns zumindest einer Sache sicher sein (anders ausgedrückt, absolute Wahrheit existiert) – Skepsis, die ironischerweise in diesem Fall zur absoluten Wahrheit wird. Der Agnostiker sagt, man kann die Wahrheit nicht kennen. Und wieder ist diese Einstellung allein bereits eine Aufhebung des Behaupteten, weil behauptet wird, wenigstens eine Wahrheit zu kennen: dass die Wahrheit nicht gekannt werden kann. 

Die Jünger der Postmoderne bestätigen einfach keine bestimmte Wahrheit. Der Schutzpatron der Postmoderne – Friedrich Nietzsche – beschreibt Wahrheit so: „Was ist dann Wahrheit? Eine mobile Armee von Metaphern, Metonymen und Anthropomorphismus… Wahrheiten sind Illusionen…Münzen, die ihre Bilder verloren haben und nun nur noch als Metall von Bedeutung sind, nicht mehr als Münze.“ Ironischerweise und obwohl der Anhänger der Postmoderne Münzen in seiner Hand hält, die „nur Metall“ sind, bestätigt er mindestens eine absolute Wahrheit: die Wahrheit, dass keine Wahrheit bestätigt werden sollte. Genau wie die anderen Weltanschauungen hebt sich auch die Postmoderne mit ihrem eigenen Argument selbst auf und kann unter ihrer eigenen Behauptung nicht bestehen. 

Eine populäre Weltanschauung ist der Pluralismus, der sagt, dass alle Wahrheitsbehauptungen gleichwertig sind. Natürlich ist das aber unmöglich. Können zwei Behauptungen – eine, die sagt, dass eine Frau jetzt schwanger ist und eine andere, die sagt, dass sie jetzt nicht schwanger ist – beide gleichzeitig wahr sein? Pluralismus löst sich unter dem Gesetz der Nicht-Widersprüchlichkeit auf welches sagt, dass etwas nicht gleichzeitig sowohl „A” als auch „Nicht-A” und gleichbedeutend sein kann. Wie ein Philosoph sagte - jeder, der nicht an das Gesetz der Nicht-Widersprüchlichkeit glaubt (und dass von vorherein der Pluralismus wahr ist) sollte geschlagen und verbrannt werden, bis er zugibt, dass geschlagen und verbrannt zu werden nicht dieselbe Sache ist, wie nicht geschlagen und verbrannt zu werden. Bemerkenswert ist auch, dass Pluralismus sagt, dass Pluralismus wahr ist und alles, was dagegen ist, falsch ist; welches an sich der eigenen fundamentalen Überzeugung des Pluralismus widerspricht. 

Der Gedanke hinter Pluralismus ist eine offenherzige Einstellung von Toleranz. Allerdings verwechselt Pluralismus die Idee, dass jede Behauptung gleichen Wert hat, mit der Behauptung, dass jede Wahrheitsbehauptung gleichermaßen gültig ist. Einfacher ausgedrückt, alle Menschen mögen gleichwertig sein, aber nicht alle Wahrheitsbehauptungen sind es. Pluralismus versteht den Unterschied zwischen Meinung und Wahrheit nicht, eine Differenzierung, die Mortimer Adler erwähnte: „Pluralismus ist nur auf den Gebieten wünschenswert und tolerierbar, die eine Sache des Geschmacks ist und nicht Sache der Wahrheit.“ 

Die beleidigende Natur der Wahrheit

Wenn ein Konzept der Wahrheit schlecht gemacht wird, passiert dies aus einem oder mehreren der folgenden Gründe: 

Eine übliche Beschwerde gegen jemanden, der behauptet, die absolute Wahrheit bei Glaubens- und Religionsthemen zu haben, ist, dass eine solche Behauptung „engstirnig” ist. Allerdings verstehen die Kritiker die Tatsache nicht, dass Wahrheit von Natur aus „eng“ ist. Ist ein Mathematiklehrer engstirnig, weil er glaubt, dass 2+2 nur 4 ergibt und sonst nichts? 

Ein weiteres Bedenken gegenüber der Wahrheit ist, dass es arrogant ist zu behaupten, dass jemand richtig und eine andere Person falsch liegt. Aber um zum obigen Beispiel des Mathelehrers zurückzukommen: Ist der Mathelehrer arrogant, weil er nur eine richtige Antwort zu dem arithmetischen Problem gelten lässt? Oder ist es für einen Schlosser arrogant zu behaupten, dass nur ein Schlüssel eine verriegelte Tür öffnen wird? 

Eine dritte Anklage gegen diejenigen, die sich an absolute Wahrheit bei Glaubens- und Religionsthemen halten, ist, dass so eine Position Menschen ausschließt statt alle einzuschließen. Eine solche Behauptung versteht aber nicht, dass die Wahrheit von Natur aus ihr Gegenteil ausschließt. Alle Antworten außer 4 werden aus der Wirklichkeit ausgeschlossen bei der Frage, was 2+2 ergibt. 

Ein weiterer Einspruch gegen die Wahrheit ist, dass es beleidigend und spaltend ist zu behaupten, man hat die Wahrheit. Stattdessen argumentieren die Kritiker, dass nur Ernsthaftigkeit von Bedeutung ist. Das Problem ist hier aber, dass die Wahrheit immun ist gegenüber Ernsthaftigkeit, Glauben und Wünschen. Es ist egal, wie ernsthaft jemand glaubt, dass ein falscher Schlüssel in die Tür passt; wenn der Schlüssel der falsche ist, wird er nicht ins Schloss passen und das Schloss nicht öffnen. Die Wahrheit ist von Ernsthaftigkeit ebenfalls nicht betroffen. Jemand, der eine Flasche mit Gift aufhebt und ernsthaft glaubt, es wäre Limonade, wird leider trotzdem die Auswirkungen des Gifts erleiden. Und schlussendlich ist die Wahrheit Wünschen gegenüber undurchdringbar. Man mag sich zwar von ganzem Herzen wünschen, dass der Tank des Autos nicht leer ist, aber wenn der Tankanzeige sagt, dass der Tank leer ist und das Auto stehenbleiben wird, dann wird kein Wunsch der Welt es wundersam weiterfahren lassen. 

Manche werden zugeben, dass die absolute Wahrheit existiert, aber dann behaupten, dass dies nur auf dem Gebiet der Wissenschaft gültig ist und nicht bei Glauben und Religion. Diese Philosophie wird Positivismus genannt, wie sie David Hume und A.J. Ayer populär gemacht haben. Im Grunde sagen diese Menschen, dass Wahrheitsbehauptungen entweder Tautologien (z.B. alle Junggesellen sind ledig) oder wissenschaftlich nachweisbar (d.h. testfähig via Wissenschaft) sein müssen. Für den logischen Positivisten ist jedes Gespräch über Gott Unsinn. 

Diejenigen, für die ausschließlich die Wissenschaft Wahrheitsbehauptungen aufstellen kann, erkennen nicht, dass es viele Bereiche der Wahrheit gibt, bei denen Wissenschaft ohnmächtig ist. Zum Beispiel: 

• Wissenschaft kann den Wissenszweig Mathematik und Logik nicht beweisen, weil diese als Voraussetzungen gelten. 

• Wissenschaft kann metaphysische Wahrheit nicht beweisen, z.B. dass der Verstand außer meinem eigenen existiert. 

• Wissenschaft ist nicht in der Lage, Beweise über Wahrheiten aus Moral und Ethik zu liefern. Man kann mit Wissenschaft nicht nachweisen, dass z.B. die Nazis böse waren. 

• Wissenschaft ist unfähig Wahrheitsaussagen über Ästhetik zu treffen, z. B die Schönheit eines Sonnenaufgangs. 

• Schlussendlich, wenn jemand sagt „Wissenschaft ist das einzige Mittel zur objektiven Wahrheit“, dann wurde gerade eine philosophische Behauptung aufgestellt – die nicht durch die Wissenschaft geprüft werden kann. 

Und es gibt diejenigen, die sagen, dass absolute Wahrheit auf dem Gebiet der Moral nicht anwendbar ist. Aber die Antwort auf die Frage „Ist es moralisch, ein unschuldiges Kind zu quälen und zu ermorden?“ ist absolut und universell: nein. Oder - um es persönlicher zu machen - diejenigen, die für relative Wahrheit in Bezug auf Moral eintreten, scheinen aber grundsätzlich absolute Treue von ihrem Partner zu fordern. 

Warum Wahrheit wichtig ist

Warum ist es überhaupt so wichtig, das Konzept der absoluten Wahrheit in allen Gebieten des Lebens (inkl. Glaube und Religion) zu verstehen und anzunehmen? Einfach, weil das Leben Konsequenzen hat, wenn man falsch liegt. Jemandem die falsche Menge von Medizin zu verabreichen, kann töten; falsche Entscheidungen des Finanzberaters können eine Familie mittellos machen; in ein falsches Flugzeug zu steigen bringt einen dorthin, wo man nicht hinwollte; sich mit einem untreuen Ehepartner einzulassen kann zur Zerstörung und zu Leid der Familie führen. 

Der christliche Verfechter Ravi Zacharias drückt es so aus: „die Tatsache ist, die Wahrheit ist ausschlaggebend – vor allem wenn du am ankommenden Ende einer Lüge bist.” Und nirgends ist das wichtiger als auf dem Gebiet von Glaube und Religion. Die Ewigkeit ist eine schrecklich lange Zeit, um falsch gelegen zu haben. 

Gott und Wahrheit

Während der sechs Verhandlungen von Jesus war der Gegensatz von Wahrheit (Gerechtigkeit) und Lügen (Ungerechtigkeit) unmissverständlich. Da stand Jesus, die Wahrheit, der durch diejenigen verurteilt wurde, deren jede einzelne Tat aus Lügen bestand. Die jüdischen Anführer brachen so gut wie jedes Gesetz, das zum Schutz der Angeklagten vor falschen Beschuldigungen vorgesehen war. Sie arbeiteten eifrig daran Zeugen zu finden, die Jesus beschuldigen würden, und in ihrer Frustration wandten sie sich zu falschen Beweisen hin, die von Lügnern vorgetragen wurden. Aber sogar das brachte sie nicht an ihr Ziel. Also brachen sie ein weiteres Gesetz und zwangen Jesus dazu, sich selbst anzuklagen. 

Vor Pilatus logen die jüdischen Anführer wieder. Sie sprachen Jesus der Blasphemie schuldig, aber da sie wussten, dass dies nicht ausreichen würde, um Pilatus zu überzeugen, Jesus töten zu lassen, behaupteten sie, dass Jesus Cäsar herausfordere und römisches Gesetz bräche, indem er die Menge auffordere, keine Steuern zu bezahlen. Pilatus entdeckte aber schnell ihr vordergründiges Täuschungsmanöver und ging nicht einmal darauf ein. 

Jesus, der Gerechte, wurde durch die Ungerechten verurteilt. Das Traurige daran ist, dass Letztere immer den Ersten verfolgen. Darum tötete Kain auch Abel. Die Verbindung zwischen Wahrheit und Gerechtigkeit und zwischen Falschheit und Ungerechtigkeit wird in einer Reihe von Beispielen im Neuen Testament aufgezeigt: 

• „Und darum sendet ihnen Gott die Macht der Verführung, dass sie der Lüge glauben, auf dass gerichtet werden alle, die der Wahrheit nicht glaubten, sondern Lust hatten an der Ungerechtigkeit.“ (2. Thessalonicher 2,9-12, Betonung kursiv hinzugefügt). 

• „Denn Gottes Zorn wird vom Himmel her offenbart über alles gottlose Wesen und alle Ungerechtigkeit der Menschen, die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten.“ (Römer 1,18; Betonung kursiv hinzugefügt). 

• „der einem jeden geben wird nach seinen Werken: ewiges Leben denen, die in aller Geduld mit guten Werken trachten nach Herrlichkeit, Ehre und unvergänglichem Leben; Zorn und Grimm aber denen, die streitsüchtig sind und der Wahrheit nicht gehorchen, gehorchen aber der Ungerechtigkeit.“ (Römer 2,6-8, Betonung kursiv hinzugefügt). 

• „[Liebe] verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit.“ (1. Korinther 13,5-6, Betonung kursiv hinzugefügt). 

Zusammenfassung

Die Frage, die Pontius Pilatus vor Jahrhunderten stellte, sollte umformuliert werden, damit sie vollständig korrekt ist. Die Bemerkung des römischen Staatsmanns „Was ist Wahrheit?“ übersieht die Tatsache, dass viele Sachen die Wahrheit haben können, aber nur eine Sache die Wahrheit sein kann. Die Wahrheit muss einen Ursprung haben. 

Die harte Realität ist, dass Pilatus früh am Morgen vor über 2000 Jahren direkt vor der ursprünglichen Wahrheit stand. Kurz bevor Jesus festgenommen und zu Pilatus gebracht wurde, machte er eine einfache Aussage „Ich bin die Wahrheit” (Johannes 14,6), welche eine eher unglaubliche Aussage war. Wie konnte ein einfacher Mann die Wahrheit sein? Das konnte er nicht, es sei denn, er wäre mehr als ein einfacher Mann, was er auch behauptete zu sein. Tatsache ist - Die Behauptung von Jesus wurde validiert, als er von den Toten auferstand (Römer 1,4). 

Es gibt eine Geschichte über einen Mann, der in Paris lebte und von einem Fremden vom Land besucht wurde. Er wollte dem Fremden die Schönheit von Paris zeigen und nahm ihn mit zum Louvre, um die großartige Kunst zu besichtigen, und dann zu einem Konzert in einer majestätischen Konzerthalle, um ein großartiges Symphonieorchester zu hören. Am Ende des Tages sagte der Fremde vom Land, dass er weder die Musik noch die Kunst besonders mochte. Der Gastgeber antwortete darauf: „Sie stehen hier nicht auf dem Prüfstand, sondern du.“ Pilatus und die jüdischen Anführer dachten, sie sprechen Urteil über Christus, in Wirklichkeit aber waren sie diejenigen, über die Urteil gesprochen wurde. Derjenige, den sie verurteilten, wird zudem eines Tages in der Tat als ihr Richter dienen, genauso wie er für alle Richter sein wird, die die Wahrheit in Ungerechtigkeit unterdrücken. 

Pilatus erkannte offenbar nie die Wahrheit. Eusebius, der Historiker und Bischof von Cäsarea, hält fest, dass Pilatus letztendlich während der Herrschaft des Kaisers Caligula Selbstmord beging,– ein trauriges Ende und ein Denkanstoß für alle, dass das Ignorieren der Wahrheit grundsätzlich unerwünschte Konsequenzen nach sich zieht. 


01/15/21


Wohin geht man, wenn man stirbt?

ANTWORT


Die Bibel ist absolut eindeutig, dass es letztlich nur zwei Möglichkeiten gibt, wohin man geht, wenn man stirbt: Himmel oder Hölle. Die Bibel stellt auch deutlich heraus, dass man bestimmen kann, wohin man geht, wenn man stirbt. Wie? Lies weiter.

Erstens, das Problem. Wir alle haben gesündigt (Römer 3,23). Wir alle haben Dinge getan, die falsch, böse oder unmoralisch sind (Prediger 7,20). Unsere Sünde trennt uns von Gott, und wenn sie nicht ausgeglichen wird, wird unsere Sünde dazu führen, dass wir für immer von Gott getrennt sind (Matthäus 25,46; Römer 6,23a). Diese ewige Trennung von Gott ist die Hölle, die in der Bibel als ewiger feuriger Pfuhl beschrieben wird (Offenbarung 20,14-15).

Jetzt die Lösung. Gott wurde Mensch in der Person Jesu Christi (Johannes 1,1, 14; 8,58; 10,30). Er lebte ein sündloses Leben (1. Petrus 3,22; 1. Johannes 3,5) und opferte freiwillig sein Leben für uns (1. Korinther 15,3; 1. Petrus 1,18-19). Sein Tod zahlte die Strafe für unsere Sünden (2. Korinther 5,21). Gott bietet uns jetzt Erlösung und Vergebung als Geschenk an (Römer 6,23b), das wir durch den Glauben empfangen müssen (Johannes 3,16; Epheser 2,8-9). „Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du und dein Haus selig“ (Apostelgeschichte 16,31). Vertraue auf Jesus allein als deinen Erlöser und verlasse dich auf sein Opfer allein als Bezahlung für deine Sünden, und nach dem Wort Gottes ist dir das ewige Leben im Himmel versprochen.

Wohin geht man, wenn man stirbt? Es liegt an dir. Gott lässt dir die Wahl. Gott lädt dich ein, zu ihm zu kommen. Es ist deine Entscheidung.

Wenn du fühlst, wie Gott dich zum Glauben an Christus führt (Johannes 6,44), komm zum Erlöser. Wenn Gott den Schleier lüftet und deine geistliche Blindheit beseitigt (2. Korinther 4,4), schaue auf den Erlöser. Wenn du einen Funken des Lebens in dem erlebst, was schon immer tot war (Epheser 2,1), dann wirst du durch den Erlöser lebendig.

Wohin geht man, wenn man stirbt? Himmel oder Hölle. Durch Jesus Christus ist die Hölle vermeidbar. Empfange Jesus Christus als deinen Erlöser, so wird der Himmel dein ewiges Ziel sein. Triff eine andere Entscheidung, und die ewige Trennung von Gott in der Hölle wird die Folge sein (Johannes 14,6; Apostelgeschichte 4,12).

Wenn du jetzt die beiden Möglichkeiten verstehst, wohin du gehst, wenn du stirbst, und du Jesus Christus als deinem persönlichen Erlöser vertrauen willst, stelle sicher, dass du das Folgende verstehst und glaubst, und teile Gott als Akt des Glaubens das Folgende mit: „Gott, ich weiß, dass ich ein Sünder bin, und ich weiß, dass ich es wegen meiner Sünde verdiene, für immer von dir getrennt zu sein. Auch wenn ich es nicht verdiene, danke, dass du mich liebst und das Opfer für meine Sünden durch den Tod und die Auferstehung von Jesus Christus bringst. Ich glaube, dass Jesus für meine Sünden gestorben ist, und ich vertraue auf ihn allein, der mich erlöst. Von diesem Punkt an hilf mir, mein Leben für dich und nicht für die Sünde zu leben. Hilf mir, den Rest meines Lebens in Dankbarkeit für die wunderbare Erlösung zu leben, die du gegeben hast. Danke, Jesus, dass du mich erlöst hast!“

Haben Sie Ihre Entscheidung für Jesus getroffen, weil Sie gerade an dieser Stelle davon gelesen haben? Falls ja, klicken Sie bitte unten auf den Button „Ich habe heute Christus akzeptiert“.


01/14/21


Haben Sie ewiges Leben?


Die Bibel zeigt einen klaren Weg zum ewigen Leben auf. Zuerst müssen wir erkennen, dass wir gegen Gott gesündigt haben: "Denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten" (Römer 3,23). Wir alle haben Dinge getan, die Gott missfallen und Strafe nach sich ziehen. Da alle unsere Sünden letztendlich gegen einen ewigen Gott gerichtet sind, ist auch nur eine ewige Strafe angemessen. "Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn” (Römer 6,23).

Doch Jesus Christus, der sündlose (1. Petrus 2,22), ewige Sohn Gottes, wurde Mensch (Johannes 1,1.14) und starb, um unsere Strafe zu bezahlen. "Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren" (Römer 5,8). Jesus Christus starb am Kreuz (Johannes 19,31-42) und nahm die Strafe auf sich, die wir verdient haben (2. Korinther 5,21). Drei Tage später stand Er von den Toten auf (1. Korinther 15,1-4) und bewies damit Seinen Sieg über Sünde und Tod. Aufgrund Seiner großen Barmherzigkeit hat Er uns wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten (1. Petrus 1,3).

Durch den Glauben müssen wir unsere Denkweise in Bezug auf Christus ändern - wer Er ist, was und warum Er es getan hat -, um errettet zu werden (Apostelgeschichte 3,19). Wenn wir unseren Glauben auf Ihn setzen und darauf vertrauen, dass Sein Tod am Kreuz unsere Sünden bezahlt hat, dann wird uns vergeben und wir werden die Verheißung des ewigen Lebens im Himmel erleben. "Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat" (Johannes 3,16). "Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet" (Römer 10,9). Allein der Glaube an das vollendete Werk Christi am Kreuz ist der einzig wahre Weg zum ewigen Leben! "Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch — Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme" (Epheser 2,8-9).

Wenn Sie Jesus Christus als Ihren Retter annehmen wollen, finden Sie hier ein Beispiel für ein entsprechendes Gebet. Denken Sie daran, dass weder das Sprechen dieses Gebets noch irgendeines anderen Gebets Sie erretten wird. Nur das Vertrauen auf Christus kann Sie von der Sünde erretten. Dieses Gebet ist einfach eine Möglichkeit, um Ihren Glauben Gott gegenüber auszudrücken und Ihm dafür zu danken, dass Er alles für Ihre Errettung getan hat. "Gott, ich weiß, dass ich gegen Dich gesündigt habe und Strafe verdiene. Aber Jesus Christus hat die Strafe, die ich verdiene, auf sich genommen, so dass mir durch den Glauben an Ihn vergeben werden kann. Ich vertraue darauf, dass Du mich erretten wirst. Ich danke Dir für Deine wunderbare Gnade und Vergebung - das Geschenk des ewigen Lebens! Amen!"



01/03/21

Was ist Umkehr und ist sie zur Erlösung notwendig?


Frage: "Was ist Umkehr und ist sie zur Erlösung notwendig?"

Antwort: 
Unter dem Begriff „Umkehr“ verstehen viele ein „Abwenden von der Sünde“. Sünde zu bereuen und sich davon abzuwenden steht mit Umkehr in Verbindung, doch das ist nicht die genaue Definition von Umkehr. Das griechische Wort in der Bibel, das für „umkehren“ steht, bedeutet „seine Meinung ändern“. Die Bibel sagt uns auch, dass wahre Umkehr eine Änderung der Taten zur Folge haben wird (Lukas 3,8-14; Apostelgeschichte 3,19). Als Zusammenfassung seines Dienstes erklärt Paulus in Apostelgeschichte 26,20: „sondern verkündigte …, Buße zu tun und sich zu Gott zu bekehren, indem sie der Buße würdige Werke vollbrächten.“ Die volle biblische Definition von Umkehr lautet: eine Änderung der Meinung, die eine Änderung der Taten zur Folge hat. 

Welcher Zusammenhang besteht dann zwischen Umkehr und Erlösung? Die Apostelgeschichte konzentriert sich besonders auf Umkehr im Hinblick auf Erlösung (Apostelgeschichte 2,38; 3,19; 11,18; 17,30; 20,21; 26,20). Umkehren unter Berücksichtigung der Erlösung bedeutet, dass man seine Meinung über Sünde und Jesus Christus verändert. In der Pfingstpredigt (Kapitel 2 der Apostelgeschichte) schließt Petrus mit einem Aufruf an die Zuhörer, umzukehren (Apostelgeschichte 2,38). Wovon umkehren? Petrus ruft die Leute, die Jesus ablehnten (Apostelgeschichte 2,36), auf, ihre Meinung zu ändern und zu erkennen, dass er tatsächlich „Herr als auch Christus“ ist (Apostelgeschichte 2,36). Petrus ruft die Leute auf, ihre Meinung zu ändern, von der Ablehnung Christi als Messias hin zum Glauben an ihn, sowohl als Messias als auch als Erlöser. 

Umkehr beinhaltet auch das Erkennen, dass man zuvor falsch lag in seinen Gedanken und jetzt festlegt, dass man in die richtige Richtung denken will. Die umkehrende Person hat überlegt darüber nachgedacht, was sie früher als Denkweise begrüßte. Es gibt den Gesinnungswandel und einen neuen Weg, über Gott, Sünde, Heiligkeit und die Durchführung von Gottes Willen zu denken. Wahre Umkehr wird durch „Traurigkeit Gottes“ ausgelöst und „wirkt zur Seligkeit“ (2. Korinther 7,10). 

Reue und Glaube können als zwei Seiten derselben Medaille verstanden werden. Es ist unmöglich, seinen Glauben an Jesus Christus als den Erlöser zu setzen, ohne zuerst seine Meinung über seine Sünde zu ändern und darüber, wer Jesus ist und was er getan hat. Ob es die Umkehr von vorsätzlicher Ablehnung oder Umkehr von Unwissenheit oder Desinteresse ist, es ist ein Sinneswandel. Die biblische Umkehr in Bezug auf die Erlösung ändert die eigene Meinung von der Ablehnung Christi hin zum Glauben an Christus. 

Umkehr ist kein zu tätigendes Werk ist, um sich die Erlösung zu verdienen. Keiner kann umkehren, ohne dass Gott jene Person zu sich zieht (Johannes 6,44). Apostelgeschichte 5,31 und 11,18 zeigen, dass Umkehr etwas ist, was Gott schenkt - sie ist nur aufgrund seiner Gnade möglich. Keiner kann umkehren, ohne dass Gott Umkehr gewährt. Die ganze Erlösung, einschließlich Umkehr und Glaube, beruht darauf, dass Gott uns zieht, unsere Augen öffnet und unsere Herzen verändert. Gottes Langmut führt uns zur Umkehr (2. Petrus 3,9), ebenso wie seine Güte (Römer 2,4). 

Auch wenn Umkehr kein Werk ist, das die Erlösung verdient, hat erlösende Umkehr Werke zur Folge. Es ist unmöglich, echt und vollkommen die Meinung zu ändern, ohne dass dies eine Veränderung der Taten nach sich zöge. In der Bibel resultiert Umkehr in einer Änderung des Verhaltens. Deswegen rief Johannes der Täufer die Leute auf, „der Buße würdige Frucht“ zu bringen (Matthäus 3,8). Eine Person, die tatsächlich von der Ablehnung Christi zum Glauben an Christus umgekehrt ist, wird Beweise für ein verändertes Leben liefern (2. Korinther 5,17; Galater 5,19-23; Jakobus 2,14-26). 

Um zu sehen, wie Buße im wirklichen Leben aussieht, müssen wir uns nur der Geschichte von Zachäus zuwenden. Hier war ein Mann, der betrog und stahl und von seinen unrechtmäßigen Gewinnen reichlich lebte - bis er Jesus traf. Zu diesem Zeitpunkt erfuhr er einen radikalen Sinneswandel: „Siehe, Herr,“ sagte Zachäus. „die Hälfte von meinem Besitz gebe ich den Armen, und wenn ich jemanden betrogen habe, so gebe ich es vierfach zurück“ (Lukas 19,8). Jesus verkündete fröhlich, dass die Erlösung in Zachäus' Haus gekommen sei und dass selbst der Steuereintreiber nun „ein Sohn Abrahams“ sei (Vers 9) - ein Hinweis auf den Glauben Zachäus'. Der Betrüger wurde zu einem Philanthropen; der Dieb gab zurück. Das ist Reue, verbunden mit dem Glauben an Christus. 

Umkehr, richtig definiert, ist für die Erlösung notwendig. Die biblische Umkehr verändert die eigene Meinung über die eigene Sünde - die Sünde ist nicht mehr etwas, womit man spielen kann; sie ist etwas, das man aufgeben muss, wenn man „vor dem kommenden Zorn entrinnen“ (Matthäus 3,7) will. Es ändert auch die eigene Meinung über Jesus Christus - er soll nicht mehr verspottet, abgetan oder ignoriert werden; er ist der Erlöser, an den man sich klammern kann; er ist der Herr, der angebetet und bewundert wird. 





Frage: "Was heißt es, ein ‚wiedergeborener Christ’ zu sein?"


Antwort: 
Apostelgeschichte 13,38 erklärt uns: „Und durch diesen Jesus - das sollt ihr wissen, Brüder - wird euch die Vergebung eurer Schuld angeboten! ...“

Was ist Vergebung und warum brauche ich sie?

Das Wort „vergeben“ bedeutet von seinem althochdeutschen Ursprung „fargeban“ her: „austeilen, verschenken, verzeihen“, d. h. der Geldgeber schenkt dem Schuldenmacher den Schuldbetrag. Vergebung im Sinn der Bibel bedeutet, dass Gott ein Mensch wurde und die Schuld in der Person Jesu Christi am Kreuz Selbst bezahlt hat. Vergebung ist ein teures Unterfangen (1. Petrus 1,19) und setzt deswegen auch die Anerkenntnis der Schuld seitens des Schuldners voraus (Lukas 17,4; 1. Johannes 1,9). Es wird erwartet, dass in Zukunft keine weiteren Schulden gemacht werden (Johannes 5,14; 8,11). Beides ist weder eine Gegenleistung noch ein Verdienst. Wenn wir jemandem Unrecht tun, suchen wir seine Vergebung, damit die Beziehung erneuert werden kann. Vergebung muss man sich schenken lassen, weil man sie nicht verdienen kann. Keiner hat Vergebung verdient. Vergebung ist ein Akt der Liebe, der Barmherzigkeit und der Gnade. Es ist die Entscheidung des „Gläubigers“, nichts weiter gegen den Schuldigen zu haben, egal was dieser ihm angetan hat.

Die Bibel berichtet uns, dass wir alle Gottes Vergebung brauchen. Wir haben alle gesündigt. Prediger 7,20 ruft uns zu: „Aber kein Mensch auf der Erde ist so rechtschaffen, dass er immer richtig handelt und nie einen Fehler macht.“ In 1. Johannes 1,8 steht: „Wenn wir behaupten: ‚Wir sind ohne Schuld‘, betrügen wir uns selbst und die Wahrheit lebt nicht in uns.“ Alle Sünden sind letztlich Auflehnung gegen Gott (Psalm 51,6). Die Folge ist, dass wir dringend Gottes Vergebung benötigen. Wenn uns unsere Sünden nicht vergeben sind, werden wir die gesamte Ewigkeit damit zubringen, als Folge unserer Sünden zu leiden (Matthäus 25,46; Johannes 3,36).

Vergebung: Wie kann ich sie bekommen?

Dankenswerter Weise ist Gott liebevoll und barmherzig: Er will uns unsere Sünden vergeben! In 2. Petrus 3,9 steht: „...Er hat Geduld mit euch, weil er nicht will, dass einige zugrunde gehen. Er möchte, dass alle Gelegenheit finden, von ihrem falschen Weg umzukehren.“ Gott will uns vergeben, deswegen hat Er für unsere Vergebung vorgesorgt.

Die einzig gerechte Strafe für unsere Sünden ist der Tod. Der erste Teil von Römer 6,23 erklärt: „Der Lohn, den die Sünde zahlt, ist der Tod...“ Ewiger Tod ist das, was wir für unsere Sünden verdient haben. Gott ist gemäß seinem perfekten Plan Mensch geworden: Jesus Christus (Johannes 1,1.14). Jesus ist am Kreuz gestorben und hat die Strafe, die wir verdienen - den Tod - auf Sich Selbst genommen. Wir lernen aus 2. Korinther 5,21: „Gott hat Christus, der ohne Sünde war, an unserer Stelle als Sünder verurteilt, damit wir durch ihn vor Gott als gerecht bestehen können.“ Jesus ist am Kreuz gestorben und hat die Bestrafung, die wir verdient haben, auf Sich genommen! Somit hat Gott durch den Tod Jesu für die Möglichkeit der Vergebung aller Sünden der ganzen Welt gesorgt. 1. Johannes 2,2 sagt: „Durch seinen Tod hat er Sühne für unsere Schuld geleistet, ja sogar für die Schuld der ganzen Welt.“ Jesus ist vom Tod auferstanden und hat Seinen Sieg über die Sünde und den Tod ausgerufen (1. Korinther 15,1-28). Gott sei Dank, dass durch den Tod und die Auferstehung von Jesus Christus, der zweite Teil vom Römer 6,23 wahr wird: „Gott aber schenkt uns unverdient, aus reiner Gnade, ewiges Leben durch Jesus Christus, unseren Herrn.“

Wollen Sie, dass Ihnen Ihre Sünden vergeben werden? Haben Sie ein nagendes Gefühl der Schuld, das nicht weggeht? Die Vergebung Ihrer Sünden ist möglich, wenn Sie Ihren Glauben in Jesus Christus als Ihren Retter setzen. Es steht in Epheser 1,7, „Durch dessen Blut sind wir erlöst: Unsere ganze Schuld ist uns vergeben. So zeigte Gott uns den Reichtum seiner Gnade.“ Jesus hat unsere Schuld bezahlt, damit uns vergeben werden kann. Sie müssen Gott nur um Vergebung durch Jesus bitten, und daran glauben, dass Jesus gestorben ist, um für Ihre Sünden zu bezahlen: und Er wird Ihnen vergeben! Johannes 3,16-17 enthält diese wunderbare Botschaft: „Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hergab. Nun werden alle, die sich auf den Sohn Gottes verlassen, nicht zugrunde gehen, sondern ewig leben. Gott sandte den Sohn nicht in die Welt, um die Menschen zu verurteilen, sondern um sie zu retten.“

Vergebung: Ist es wirklich so einfach?

Ja, es ist so einfach! Sie können sich Gottes Vergebung nicht verdienen. Sie können Gottes Vergebung nicht bezahlen. Sie können sie nur im Glauben durch Gottes Gnade und Barmherzigkeit empfangen. Wenn Sie Jesus Christus als Ihren Retter annehmen und Gottes Vergebung empfangen wollen, können Sie das folgende Gebet sprechen. Sie werden weder durch dieses noch irgendein anderes Gebet errettet. Allein das Vertrauen in Jesus Christus kann uns unsere Sünden vergeben. Dieses Gebet ist einfach eine Möglichkeit, Ihren Glauben und Ihre Dankbarkeit Gott gegenüber auszudrücken, weil Er für Ihre Vergebung bezahlt hat. „Gott, ich weiß, dass ich gegen Dich gesündigt und Deine Strafe verdient habe. Aber Jesus hat die Strafe, die ich verdient habe, auf Sich genommen, damit ich durch Glauben an Ihn Vergebung bekommen kann. Ich setze mein Vertrauen zur Errettung in Dich. Ich danke Dir für Deine wunderbare Gnade und Vergebung! Amen!“


Frage: "Was heißt es, ein ‚wiedergeborener Christ’ zu sein?"

Antwort: 
Die klassische Bibelstelle, die diese Frage beantwortet, ist Johannes 3,1-21. Der Herr Jesus Christus redet mit Nikodemus, einem bekannten Pharisäer und Mitglied des Sanhedrins (Hoher Rat der Juden). Nikodemus war nachts zu Jesus gekommen. Nikodemus hatte Fragen an Jesus.

Als Jesus mit Nikodemus redete, da sagte Er: „Amen, ich versichere dir: Nur wer von oben her geboren wird, kann Gottes neue Welt zu sehen bekommen.“ - „Wie kann ein Mensch geboren werden, der schon ein Greis ist?“ fragte Nikodemus. „Er kann doch nicht noch einmal in den Mutterschoß zurückkehren und ein zweites Mal auf die Welt kommen!“ Jesus sagte: „Amen, ich versichere dir: Nur wer von Wasser und Geist geboren wird, kann in Gottes neue Welt hineinkommen. Was Menschen zur Welt bringen, ist und bleibt von menschlicher Art. Von geistlicher Art kann nur sein, was vom Geist Gottes geboren wird. Wundere dich also nicht, dass ich zu dir sagte: ‚Ihr müsst alle von oben her geboren werden‘“ (Johannes 3,3-7).

Der Ausdruck „wiedergeboren“ bedeutet wörtlich „von oben“ oder „von neuem geboren“. Nikodemus hatte ein echtes Bedürfnis. Er brauchte eine Veränderung in seinem Herzen: eine geistliche Umgestaltung. Eine Neugeburt, wiedergeboren zu sein, das ist ein Wirken Gottes, durch das ewiges Leben an einen Menschen weitergegeben wird, der glaubt (2. Korinther 5,17; Titus 3,5; 1. Petrus 1,3; 1. Johannes 2,29; 3,9; 4,7; 5,1-4.18). Johannes 1,12-13 deuten an, dass „wiedergeboren sein“ auch heißt, durch Vertrauen auf den Namen Jesu Christi “ein Kind Gottes zu sein“.

Logischerweise kommt die Frage: „Warum muss man wiedergeboren sein?“ Der Apostel Paulus schreibt in Epheser 2,1: „Auch ihr habt an diesem Leben teil. In der Vergangenheit wart ihr tot; denn ihr wart Gott ungehorsam und habt gesündigt.“ An die Römer schrieb er in Römer 3,23: „Alle sind schuldig geworden und haben die Herrlichkeit verloren, in der Gott den Menschen ursprünglich geschaffen hatte.“ Demnach muss ein Mensch wiedergeboren werden, damit ihm seine Sünden vergeben werden können und er eine Beziehung mit Gott haben kann.

Wie funktioniert das? Das steht in Epheser 2,8-9: „Eure Rettung ist wirklich reine Gnade, und ihr empfangt sie allein durch den Glauben. Ihr selbst habt nichts dazu getan, sie ist Gottes Geschenk. Ihr habt sie nicht durch irgendein Tun verdient; denn niemand soll sich mit irgendetwas rühmen können.“ Wenn einer „errettet“ ist, dann ist er/sie wiedergeboren, geistlich neu gemacht und nun ein Kind Gottes, bedingt durch die neue Geburt. Geistlich „wiedergeboren“ zu sein bedeutet, sein Vertrauen in Jesus Christus zu setzen, der die Sündenstrafe bezahlt hat, als er am Kreuz starb. „Wenn also ein Mensch zu Christus gehört, ist er schon ‚neue Schöpfung‘. Was er früher war, ist vorbei; etwas ganz Neues hat begonnen.“ (2 Korinther 5,17).

Wenn Sie nie dem Herrn Jesus Christus als Ihren Retter vertraut haben, werden Sie dann das Reden des Heiligen Geistes beachten, wenn Er zu Ihrem Herz spricht? Sie müssen wiedergeboren sein. Wollen Sie ein Bekehrungsgebet sprechen und heute ein neues Geschöpf in Christus werden? „Aber allen, die ihn aufnahmen und ihm Glauben schenkten, verlieh er das Recht, Kinder Gottes zu werden. – Das werden sie nicht durch natürliche Geburt oder menschliches Wollen und Machen, sondern weil Gott ihnen ein neues Leben gibt.“ (Johannes 1,12-13).

Wenn Sie Jesus Christus als Ihren Retter annehmen und Gottes Vergebung empfangen wollen, können Sie das folgende Gebet sprechen. Sie werden weder durch dieses noch irgendein anderes Gebet errettet. Allein das Vertrauen in Jesus Christus kann uns unsere Sünden vergeben. Dieses Gebet ist einfach eine Möglichkeit, Ihren Glauben und Ihre Dankbarkeit Gott gegenüber auszudrücken, weil Er für Ihre Vergebung bezahlt hat. „Gott, ich weiß, dass ich gegen Dich gesündigt und Deine Strafe verdient habe. Aber Jesus hat die Strafe, die ich verdient habe, auf Sich genommen, damit ich durch Glauben an Ihn Vergebung bekommen kann. Ich setze mein Vertrauen zur Errettung in Dich. Ich danke Dir für Deine wunderbare Gnade und Vergebung! Amen!“



26. April 2015

Frage: "Haben Sie Ewiges Leben?"

Antwort: 
Die Bibel zeigt uns einen klaren Weg zum ewigen Leben. Zuerst müssen wir erkennen, dass wir gegen Gott gesündigt haben: „Alle sind schuldig geworden und haben die Herrlichkeit verloren, in der Gott den Menschen ursprünglich geschaffen hatte“ (Römer 3,23). Wir alle haben Dinge getan, die vor Gott anstößig sind und wir haben Seine Strafe verdient. Alle unsere Sünden geschehen letztendlich gegen einen ewigen Gott, so dass nur eine ewige Strafe ausreichend ist. „Der Lohn, den die Sünde zahlt, ist der Tod. Gott aber schenkt uns unverdient, aus reiner Gnade, ewiges Leben durch Jesus Christus, unseren Herrn“ (Römer 6,23).

Jesus Christus, der sündlose (1. Petrus 2,22), ewige Sohn Gottes ist jedoch Mensch geworden (Johannes 1,14) und gestorben, um unsere Strafe zu bezahlen. „Wie sehr Gott uns liebt, beweist er uns damit, dass Christus für uns starb, als wir noch Sünder waren“ (Römer 5,8). Jesus Christus ist am Kreuz gestorben (Johannes 19,31-42), und hat die Strafe, die wir verdient haben, auf Sich genommen (2. Korinther 5,21). Drei Tage später ist Er vom Tod auferstanden (1. Korinther 15,1-4), als Beweis seines Sieges über Sünde und Tod. „Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus! In seinem großen Erbarmen hat er uns neu geboren und mit einer lebendigen Hoffnung erfüllt. Diese Hoffnung gründet sich darauf, dass Jesus Christus vom Tod auferstanden ist“ (1. Petrus 1,3).

Durch Glauben müssen wir unsere Denkweise über Christus – wer Er ist, was Er tat und warum Er es tat - zu unserer Errettung verändern (Apostelgeschichte 3,19). Wenn wir unseren Glauben auf Ihn setzen, darauf vertrauen, dass Sein Tod am Kreuz die Strafe für unsere Sünden bezahlt hat, werden wir Vergebung finden und die Verheißung des ewigen Lebens im Himmel bekommen. “Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hergab. Nun werden alle, die sich auf den Sohn Gottes verlassen, nicht zugrunde gehen, sondern ewig leben” (Johannes 3,16). „Wenn ihr also mit dem Mund bekennt: ‚Jesus ist der Herr‘, und im Herzen glaubt, dass Gott ihn vom Tod auferweckt hat, werdet ihr gerettet“ (Römer 10,9). Allein der Glaube an das vollendete Werk Christi am Kreuz ist der einzig wahre Weg zum ewigen Leben! „Eure Rettung ist wirklich reine Gnade, und ihr empfangt sie allein durch den Glauben. Ihr selbst habt nichts dazu getan, sie ist Gottes Geschenk. Ihr habt sie nicht durch irgendein Tun verdient; denn niemand soll sich mit irgendetwas rühmen können“ (Epheser 2,8-9).

Wenn Sie Jesus Christus als Ihren Retter annehmen und Gottes Vergebung empfangen wollen, können Sie das folgende Gebet sprechen. Sie werden weder durch dieses noch irgendein anderes Gebet errettet. Allein das Vertrauen in Jesus Christus kann uns unsere Sünden vergeben. Dieses Gebet ist einfach eine Möglichkeit, Ihren Glauben und Ihre Dankbarkeit Gott gegenüber auszudrücken, weil Er für Ihre Vergebung bezahlt hat. „Gott, ich weiß, dass ich gegen Dich gesündigt und Deine Strafe verdient habe. Aber Jesus hat die Strafe, die ich verdient habe, auf Sich genommen, damit ich durch Glauben an Ihn Vergebung bekommen kann. Ich setze mein Vertrauen zur Errettung in Dich. Ich danke Dir für Deine wunderbare Gnade und Vergebung! Amen!“

Haben Sie eine Entscheidung für Jesus getroffen, weil Sie an dieser Stelle davon gehört haben? Falls ja, klicken Sie bitte unten auf den Button “Ich habe heute Christus akzeptiert“.


Comments